Hausrat & Einbruchschutz
Einbruchschutz: Mechanische Sicherung als Basis
Über 60 % aller Einbrüche scheitern an guter mechanischer Sicherung — wenn die Täter länger als 5 Minuten brauchen, brechen sie meist ab. Wir zeigen, welche Maßnahmen wirklich wirken und welche Förderungen es gibt.
Mechanik vor Elektronik
Die polizeiliche Empfehlung ist eindeutig: Erst mechanische Sicherung (RC2/RC3-Komponenten), dann elektronischer Schutz (Alarm, Smart Home). Eine Alarmanlage allein hält keinen Einbrecher auf — sie meldet nur.
Schwachstellen erkennen
- Fenster im EG und im 1. OG (Anleitern)
- Terrassen- und Balkontüren
- Kellerabgänge und Lichtschächte
- Garage mit Innentür zum Haus
- Hintereingang ohne Beleuchtung
Wirksame Maßnahmen im Vergleich
| Maßnahme | Schutzwirkung | Kosten |
|---|---|---|
| Pilzkopfverriegelung Fenster | Hoch | 150–250 € je Fenster |
| RC2-Haustür | Sehr hoch | 1.800–3.500 € |
| Querriegelschloss | Hoch | 300–500 € |
| Alarmanlage VdS | Mittel (Abschreckung) | 1.500–4.000 € |
| Außenbeleuchtung mit Sensor | Mittel | 50–200 € |
Versicherungsanforderungen
Manche Hausratversicherer verlangen bei höheren Versicherungssummen (>100.000 €) mindestens RC2-Türen oder eine Alarmanlage. Die Anforderungen stehen in den Sicherheitsklauseln Ihrer Police — prüfen Sie sie regelmäßig.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Alarmanlage ohne mechanischen Schutz?
Nein. Ein versuchter Einbruch dauert oft nur 1–2 Minuten — bis die Polizei eintrifft, ist der Täter weg. Mechanik verzögert, Alarm meldet.