Hausrat & Einbruchschutz
Überspannungsschäden: Schutz vor Blitz und Netzschwankungen
Ein einzelner Blitzeinschlag in 1 km Entfernung kann genug Überspannung im Stromnetz erzeugen, um TV, PC und Wärmepumpe gleichzeitig zu zerstören. Wir zeigen, wie Sie sich technisch und versicherungstechnisch absichern.
Wie Überspannung entsteht
Überspannung wird durch direkten Blitzeinschlag, durch indirekten Blitz (induktive Kopplung), durch Schaltüberspannungen im Netz oder durch defekte Trafos verursacht. Auch ohne sichtbares Gewitter können Geräte zerstört werden.
Versicherungsschutz
| Versicherung | Schutz | Sublimit typisch |
|---|---|---|
| Hausrat Basis | Nur direkter Blitz | — |
| Hausrat erweitert | Auch indirekt | 5–10 % der VS |
| Wohngebäude | Festinstalliertes (Heizung, PV) | Volle VS |
| Elektronik-Versicherung | Speziell für Geräte | Volle Werte |
Technischer Schutz: SPD-Konzept
- Typ 1: Direkter Blitzschutz am Hausanschluss (Pflicht bei Blitzableiter)
- Typ 2: Vorsicherung in der Verteilung
- Typ 3: Endgeräteschutz an Steckdosen
- Kombinierte SPD (Typ 1+2) für Privathaushalte ohne Blitzableiter
PV-Anlagen besonders gefährdet PV-Anlagen auf dem Dach sind exponiert. Eine eigene SPD-Schutzeinrichtung auf DC-Seite (Solarmodule) und AC-Seite (Wechselrichter) ist Pflicht — ohne droht Schaden im fünfstelligen Bereich.
Was tun nach einem Überspannungsschaden
- Stromversorgung trennen, betroffene Geräte nicht weiterbetreiben
- Schaden fotografieren und Liste anlegen
- Versicherung informieren (Hausrat ODER Wohngebäude je nach Gerätekategorie)
- Wetterdatenbestätigung vom DWD anfordern (bei Gewitter)
- Sachverständigen einschalten bei Schäden > 5.000 €
Häufige Fragen
Reicht eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz?
Nein — sie ist SPD Typ 3 und schützt nur die angeschlossenen Geräte. Ohne vorgelagerten Typ-1/2-Schutz reicht das bei direktem Blitz nicht.