Solar, Energie & Autarkie
Photovoltaik 2026: Größe, Ertrag, Wirtschaftlichkeit
Eine PV-Anlage produziert in Deutschland zwischen 850 und 1.100 kWh pro kWp und Jahr. Mit Speicher und gezieltem Eigenverbrauch lassen sich 60–75 % des Stroms selbst nutzen — und die Investition amortisiert sich in unter 12 Jahren.
Die richtige Anlagengröße
Faustregel: Pro 1.000 kWh Jahresverbrauch ca. 1,2 kWp PV-Leistung. Wer eine Wärmepumpe oder ein E-Auto plant, sollte deutlich größer dimensionieren — bis 15 kWp ist die Anlage über das Einspeisemanagement abgedeckt.
Erträge je Region
| Region | Ertrag (kWh/kWp/Jahr) | Beispiel 10 kWp |
|---|---|---|
| Süddeutschland | 1.050–1.150 | 10.500–11.500 kWh |
| Mitteldeutschland | 950–1.050 | 9.500–10.500 kWh |
| Norddeutschland | 850–950 | 8.500–9.500 kWh |
| Ost-/Westausrichtung -10 % | Abschlag | ca. 9.000 kWh |
Wirtschaftlichkeit mit und ohne Speicher
Mit 35 ct/kWh Bezugsstrompreis und 8 ct/kWh Einspeisevergütung ist jeder selbst genutzte kWh viermal so wertvoll wie der eingespeiste. Ein 10-kWh-Speicher steigert den Eigenverbrauchsanteil deutlich.
Versicherungsschutz für PV-Anlagen
Die Wohngebäudeversicherung deckt PV-Anlagen meist mit, aber NUR gegen Feuer und Sturm. Diebstahl, Vandalismus, Überspannung, Ertragsausfall und Schäden an der Verkabelung benötigen einen eigenen PV-Baustein — meist 60–120 € pro Jahr.
Häufige Fragen
Wie groß sollte die PV-Anlage sein?
Für 4 Personen ohne E-Auto: 8–10 kWp + 8 kWh Speicher. Mit Wärmepumpe und E-Auto: 12–15 kWp + 12 kWh Speicher.
Lohnt sich Volleinspeisung?
Bei kleineren Anlagen unter 10 kWp meist nicht. Bei großen Anlagen mit kleinem Eigenverbrauch und mehrjähriger Festvergütung manchmal sinnvoll.