Solar, Energie & Autarkie
Lohnt sich eine PV-Anlage 2026? Die ehrliche Rechnung
Trotz fallender Einspeisevergütung lohnt sich eine PV-Anlage 2026 fast immer — wenn die Voraussetzungen stimmen. Wir rechnen nüchtern durch, wann und für wen sich die Investition wirklich lohnt.
Die Eckdaten einer typischen Anlage
Eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher kostet 2026 ca. 22.000–28.000 € (brutto, mit Nullsteuersatz also gleichzeitig netto). Sie erzeugt 9.000–11.000 kWh pro Jahr.
Ertragsmodell unter realen Bedingungen
| Position | Wert | Anteil |
|---|---|---|
| Eigenverbrauch 65 % | 6.500 kWh × 27 ct = 1.755 € | 75 % |
| Einspeisung 35 % | 3.500 kWh × 7,9 ct = 277 € | 12 % |
| Steuervorteil | ca. 0 € (steuerfrei) | 0 % |
| Versicherung/Wartung | -150 € | -7 % |
| Effektiver Jahresertrag | 1.882 € | 100 % |
Amortisation und Rendite
Bei 25.000 € Investition und 1.880 € Jahresertrag amortisiert sich die Anlage in ca. 13 Jahren. Über 25 Jahre Laufzeit ergibt sich eine effektive Rendite von 6–7 % pro Jahr — steuerfrei.
Wann lohnt es sich NICHT?
- Stark verschattete Dachflächen (>30 % Verschattung)
- Dach älter als 20 Jahre und vor Sanierung
- Nur Nord- oder Steilflächen (>60° Neigung)
- Verkaufsabsicht der Immobilie binnen 3 Jahren
- Mietverhältnis ohne Mieterstrommodell
PV im Vergleich zu anderen Geldanlagen
Eine PV-Anlage liefert eine relativ stabile Rendite von 5–8 %, ist inflationsgeschützt (steigender Strompreis) und steuerfrei. ETF-Sparpläne erreichen historisch 6–8 %, sind aber kursvolatil und steuerpflichtig.
Häufige Fragen
Lohnt es sich auch ohne Speicher?
Ja, in geringerem Maß. Amortisation ohne Speicher ca. 9–11 Jahre, aber Eigenverbrauchsquote nur 30 % — Stromkostenrisiko bleibt höher.