Solar, Energie & Autarkie
PV-Speicher: Größe, Kosten und Wirtschaftlichkeit
Ein Stromspeicher hebt die Eigenverbrauchsquote von 30 % auf bis zu 75 % — er ist heute der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage. Mit fallenden Preisen ist die Amortisation in 8–12 Jahren erreichbar.
Die richtige Speichergröße
Faustregel: 1 kWh Speicher je 1 kWp PV-Leistung — plus Aufschläge für Wärmepumpe (+4 kWh) und E-Auto (+3 kWh). Zu kleine Speicher werden nachts früh leer, zu große Speicher amortisieren sich schlecht.
Eigenverbrauch und Autarkie
| Speichergröße | Eigenverbrauch | Autarkiegrad |
|---|---|---|
| 0 kWh (ohne) | ca. 30 % | ca. 25 % |
| 5 kWh | ca. 55 % | ca. 45 % |
| 10 kWh | ca. 70 % | ca. 60 % |
| 15 kWh | ca. 78 % | ca. 70 % |
Lithium-Eisenphosphat vs. NMC
- LFP: Sehr sicher, lange Lebensdauer (10.000 Zyklen), günstig
- NMC: Höhere Energiedichte, etwas leichter, geringere Lebensdauer
- Empfehlung 2026: LFP für stationäre Heimspeicher
Versicherungsschutz für Speicher
Ein Heimspeicher ist meist im Haus oder Keller installiert. Schäden durch Feuer, Wasser oder Überspannung müssen über die Wohngebäude- bzw. Hausratversicherung mit PV-Baustein gedeckt sein. Ohne Zusatz ist die Lithium-Batterie ein erhebliches Restrisiko.
Häufige Fragen
Wie groß sollte mein Speicher sein?
Faustregel: 1 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Bei 4.500 kWh und Wärmepumpe: 8–10 kWh — bei 5.000 kWh + E-Auto: 10–12 kWh.