Elementar
Elementarschadenversicherung: Schutz vor Naturgefahren
Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch – Naturgefahren sind nur mit dem Zusatzbaustein 'Elementar' versichert. Wer in einer Risikozone wohnt oder Modernisierungspflichten erfüllen muss, kommt um diesen Schutz nicht herum.
Was deckt der Elementarbaustein ab?
- Überschwemmung durch Witterungsniederschläge oder ausgetretene Gewässer
- Rückstau aus Kanalisation
- Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch
- Schneedruck und Lawinen
- Vulkanausbruch
ZÜRS-Geo: die vier Gefährdungsklassen
| Zone | Hochwasser-Wahrscheinlichkeit | Versicherbarkeit |
|---|---|---|
| 1 | seltener als alle 200 Jahre | i. d. R. kein Aufschlag |
| 2 | alle 100–200 Jahre | moderater Aufschlag |
| 3 | alle 10–100 Jahre | deutlicher Aufschlag, Selbstbehalt |
| 4 | häufiger als alle 10 Jahre | schwer oder gar nicht versicherbar |
Voraussetzungen und Pflichten
Versicherer verlangen in der Regel: funktionsfähige Rückstauklappen, Schutz vor Eindringen über Lichtschächte, regelmäßige Wartung von Drainagen. Wer Pflichten verletzt, riskiert Kürzungen.
Kosten und Selbstbehalt
Der Aufpreis hängt stark von der ZÜRS-Zone ab. In Zone 1 liegt er oft bei nur 20–30 % über dem Standardbeitrag, in Zone 3 schon bei 80–150 % – oft kombiniert mit einem Selbstbehalt von 500 bis 10.000 €. Wer parallel die Hagel- und Sturmrisiken am Fahrzeug einordnen möchte, findet eine sinnvolle Ergänzung im [Verbraucherportal autoversicherung-vergleichen.com zum Thema Naturgefahren am Auto](https://autoversicherung-vergleichen.com).
Häufige Fragen
Was kostet Elementar zusätzlich?
In Zone 1–2 typischerweise 20–60 % Aufschlag auf den Grundbeitrag. In Zone 3 deutlich mehr, ggf. mit Selbstbehalt. In Zone 4 nur schwer versicherbar.
Lohnt sich Elementar in Zone 1?
Ja. Starkregen kann überall auftreten. Die Beitragsdifferenz ist gering, das Schadenpotenzial sechsstellig.
Ist eine Pflichtversicherung gegen Elementar geplant?
Eine bundeseinheitliche Pflichtversicherung wird seit Jahren diskutiert. Stand 2026 gibt es sie noch nicht. Mehrere Bundesländer drängen jedoch auf eine Lösung.