WGV-Vergleich

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Wert 1914 Rechner

Der Wert 1914 ist die Mark-Bezugsgröße der gleitenden Neuwertversicherung. Aus ihm leitet Ihr Versicherer Versicherungssumme und Beitrag jährlich neu ab.

Wer eine Wohngebäudeversicherung abschließt oder prüft, stößt früher oder später auf den Wert 1914. Er drückt die fiktiven Baukosten Ihres Hauses zum Preisniveau von 1914 in Goldmark aus und dient als Rechengrundlage für den jährlich neu festgelegten Neuwertfaktor. Erst aus beidem zusammen entsteht die für 2026 gültige Versicherungssumme.

Wann ist der Wert-1914-Rechner sinnvoll?

Sinnvoll ist die Berechnung bei jedem Neubau, vor Vertragsabschluss, nach größeren Modernisierungen sowie als Plausibilitätsprüfung der vom Versicherer übernommenen Summe. Auch beim Versicherer­wechsel oder Tarif-Vergleich hilft eine eigene Schätzung, gefährliche Unterversicherung früh zu erkennen.

Welche Eingaben Sie brauchen

  • Wohnfläche in m² nach WoFlV (Keller und reine Nutzflächen zählen nur anteilig)
  • Bauausführung: einfach, mittel, gehoben oder Luxus
  • Bauart: massiv, Mischbauweise oder Holzständer
  • Ausstattungsmerkmale: Bäder, Heizung, Bodenbeläge, Smart-Home
  • Besonderheiten: ausgebauter Keller, Wintergarten, hochwertige Fassade
Praxis-Szenario Ein Einfamilienhaus, Baujahr 1985, 140 m² Wohnfläche, mittlere Ausstattung und massive Bauweise. Daraus errechnet sich typischerweise ein Wert 1914 im Bereich von 18.000 bis 22.000 Mark. Mit dem gleitenden Neuwertfaktor 2026 ergibt das eine sechsstellige Versicherungssumme – die konkrete Höhe legt der Versicherer fest.
Typische Kostenanteile am Wert 1914 – Größenordnungen für ein Einfamilienhaus
Bauteil / BereichAnteil am Wert 1914
Rohbau (Mauerwerk, Decken, Dach)ca. 50–60 %
Innenausbau (Böden, Wände, Türen, Treppen)ca. 20–25 %
Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro)ca. 15–20 %
Außenanlagen, Garagen, Nebengebäudeca. 5–10 %

Typische Fehler bei der Wert-1914-Berechnung

  • Wohnfläche grob geschätzt statt nach WoFlV ermittelt
  • Nebengebäude, Anbauten oder Wintergärten vergessen
  • Hochwertige Ausstattung (Massivparkett, Fußbodenheizung, Sanitär) zu niedrig gewichtet
  • Modernisierungen seit Vertragsabschluss nicht nachgemeldet
Quellen Größenordnungen der Kostenanteile orientieren sich an Veröffentlichungen des BKI Baukosteninformations­zentrum Deutscher Architekten­kammern sowie an Wert-1914-Schätztabellen der Sachversicherer. Die Anteile variieren je nach Objekt, Region und Baualter.

Wann zusätzlich ein Tarifvergleich sinnvoll ist

Liegt Ihr eigener Wert 1914 deutlich höher als die Versicherer-Summe, droht im Schadenfall eine Kürzung. Ein Tarifvergleich zeigt, welche Anbieter Ihren Wert sauber übernehmen und welche Leistungspakete (grobe Fahrlässigkeit, Elementar, Photovoltaik) im neuen Vertrag enthalten sind.

Mit dem unverbindlichen Vergleichsrechner sehen Sie in wenigen Minuten Beitrag und Leistung mehrerer Versicherer – die endgültige Bestätigung Ihrer Versicherungssumme erfolgt durch den gewählten Anbieter.

Häufige Fragen

Was ist der Wert 1914 genau?

Der Wert 1914 sind die fiktiven Neubaukosten Ihres Wohngebäudes zum Preisniveau von 1914 in Goldmark. Multipliziert mit dem aktuellen Neuwertfaktor ergibt er die Versicherungssumme.

Wie unterscheidet sich der Wert 1914 vom Verkehrswert?

Der Verkehrswert berücksichtigt Lage, Marktnachfrage und Bodenrichtwert. Der Wert 1914 ist eine reine Baukosten-Kennzahl ohne Grundstück und ohne Marktbewertung – relevant ist er nur für die Versicherung.

Wie oft sollte ich den Wert 1914 prüfen?

Spätestens nach jeder größeren Modernisierung, bei Anbau, Dach- oder Kellerausbau und bei jedem Versichererwechsel. Sonst alle drei bis fünf Jahre als Plausibilitätscheck.

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Veröffentlicht von WIMARO Networks · Stand: 2026-05-14