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Unterversicherungs-Check
Unterversicherung ist der häufigste teure Fehler in der Wohngebäudeversicherung – und der am leichtesten zu verhindernde.
Liegt die im Vertrag stehende Versicherungssumme niedriger als der tatsächliche Wiederaufbauwert, darf der Versicherer im Schadenfall anteilig kürzen – auch bei Kleinschäden. Der Check zeigt, ob und in welcher Höhe Sie unterversichert sind.
Wann ist der Check sinnvoll?
Nach jeder Modernisierung, beim Anbau, nach Hochzeit/Erbe oder einer Eigentümeränderung und immer dann, wenn die Police seit fünf oder mehr Jahren unverändert läuft. Auch beim Tarifwechsel sollte die Summe neu geprüft werden.
Welche Eingaben Sie brauchen
- Aktuelle Versicherungssumme (Wert 1914 oder Neuwert) aus der Police
- Geschätzter heutiger Wiederaufbauwert Ihres Hauses
- Veränderungen seit Vertragsabschluss (Anbau, Modernisierung, neuer Belag)
- Versicherungsklauseln: Unterversicherungsverzicht ja/nein
Typische Fehler
- Versicherungssumme über Jahre nie überprüft
- Modernisierungen (Bad, Heizung, Dach) nicht angepasst
- Klausel ‚Unterversicherungsverzicht‘ nicht im Vertrag
- Anbau oder Wintergarten nicht gemeldet
Wann zusätzlich ein Tarifvergleich sinnvoll ist
Wenn Ihre Police keinen Unterversicherungsverzicht enthält oder der Versicherer eine deutliche Erhöhung verlangt. Viele moderne Tarife schließen den Verzicht ab einer korrekt ermittelten Wert-1914-Summe automatisch ein.
Häufige Fragen
Was ist ein Unterversicherungsverzicht?
Eine Klausel, mit der der Versicherer im Schadenfall auf die anteilige Kürzung verzichtet – meist gegen Vorlage einer korrekt ermittelten Wert-1914-Berechnung oder Wohnflächenangabe.
Wie hoch darf die Abweichung sein?
Schon kleine Abweichungen führen mathematisch zu Kürzungen. Praktisch werden Differenzen unter 10 % oft toleriert, sicherheitshalber sollte die Summe exakt passen.
Wann zählt der Schaden als unterversichert?
Sobald die Versicherungssumme niedriger als der Wiederaufbauwert zum Schadenzeitpunkt ist – unabhängig von der Schadenhöhe.