Baufinanzierung & Modernisierung
Sanierung finanzieren: KfW, BAFA und Eigenkapital
Energetische Sanierungen kosten schnell sechsstellig. Mit dem richtigen Förder-Mix lässt sich der Zinsnachteil gegenüber Bestandsdarlehen aber komplett auffangen.
KfW-Effizienzhaus erreichen
Erst wenn nach der Sanierung ein KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht wird (EH 85 / 70 / 55 / 40), greift die Förderung mit Tilgungszuschuss. Einzelmaßnahmen ohne Effizienzhaus-Status laufen über BAFA.
Typische Sanierungskosten
| Maßnahme | Kosten je m² Wohnfläche | Förderquote |
|---|---|---|
| Fassadendämmung | 150–250 € | 15–20 % |
| Dachdämmung | 80–130 € | 15–20 % |
| Fenstertausch | 350–650 €/Stk. | 15–20 % |
| Heizungstausch (WP) | 30.000–45.000 € | 30–70 % |
Reihenfolge der Maßnahmen
- Energieberatung & iSFP erstellen lassen
- Hülle dämmen (Dach, Fassade, Kellerdecke)
- Fenster austauschen
- Heizung modernisieren (WP, Pellet, Hybrid)
- PV-Anlage als letzten Baustein
Sanierungspflichten nach GEG Bei Eigentümerwechsel gelten Sanierungspflichten: Dachboden dämmen, alte Öl- und Gaskessel (>30 Jahre) tauschen — innerhalb von 2 Jahren nach Einzug.
Finanzierungsmodell mit Förder-Mix
Optimal ist die Kombination aus KfW-Kredit (zinsverbilligt) und BAFA-Zuschuss (nicht rückzahlbar). Bei 100.000 € Sanierung kann der Eigenanteil so auf 50–60 % sinken.
Häufige Fragen
Kann ich auch ohne Energieberater Förderung erhalten?
Für KfW-Wohngebäudekredite ist eine Energieeffizienz-Expertin (EEE) zwingend. Der iSFP-Bonus erhöht zusätzlich die Förderung um 5 %.