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Solar, Energie & Autarkie

PV gegen Hagelschäden absichern: Welche Versicherung greift

Hagel ist nach Sturm das häufigste PV-Schadenereignis. Die Schäden sind oft nicht sofort sichtbar — und gerade dann gefährlich. Wir zeigen, welche Versicherung wann zahlt und worauf Sie beim Vertrag achten sollten.

Wie Hagel PV-Module schädigt

Hagelkörner ab 25 mm Durchmesser können das gehärtete Frontglas der Module zerbrechen. Häufiger sind aber Mikrorisse in den Solarzellen — sie reduzieren den Ertrag schleichend um 10–30 % über die nächsten Jahre.

Welche Versicherung wann zahlt

VersicherungHagelschaden gedeckt?Ertragsausfall
Wohngebäude StandardNur bei sichtbarem BruchNein
Wohngebäude mit PV-BausteinInkl. MikrorisseOptional
Allgefahren-PV-VersicherungJa, umfassendJa, meist inkl.
Elektronik-VersicherungIndirekte SchädenNein

Mikrorisse: Das versteckte Risiko

  • Nach Hagelereignis: Elektrolumineszenz-Test innerhalb 4 Wochen
  • Dokumentation für den Versicherer (Wetterbestätigung DWD)
  • Mindertrag dokumentieren über Wechselrichter-Logging
  • Ggf. Sachverständigen einschalten (nicht im Standard inkludiert)
Wartung dokumentieren Versicherer verlangen bei Hagelschäden oft den Nachweis regelmäßiger Wartung. Lassen Sie alle 2–4 Jahre eine Inspektion durchführen und bewahren Sie die Protokolle auf.

Was kostet eine gute PV-Versicherung?

Eine eigenständige Allgefahren-PV-Versicherung kostet 60–120 € pro Jahr für eine 10-kWp-Anlage und deckt Sturm, Hagel, Diebstahl, Tierbiss, Überspannung, Bedienfehler und Ertragsausfall. Im Schadensfall der mit Abstand beste Schutz.

Häufige Fragen

Reicht die Wohngebäudeversicherung wirklich nicht?

Bei reinen Bruchschäden meist ja. Mikrorisse, Ertragsausfall und Diebstahl deckt sie aber nicht — das übernimmt nur ein PV-Baustein oder eine eigenständige PV-Police.

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Veröffentlicht von WIMARO Networks · Stand: 2026-04-10